Hals über Kopf verliebt — und wie geht’s weiter? Aus diesem Stoff entstehen Kinofilme wie der deutsche Spielfilm „Als wäre es leicht“. In Kooperation mit dem Gehörlosenverein Heidelberg zeigten die Planken-Lichtspiele den Film in Mannheim an Karfreitag, 3. April 2026 mit Untertiteln. Eine Gruppe der SHG Schlappohren Mannheim und vom CIV Hessische Bergstraße war in der ausverkauften Vorstellung und gibt eine klare Empfehlung: Absolut sehenswert!
Regisseur Milan Skrobanek schrieb das Drehbuch und setzte eine auf den ersten Blick unmöglich erscheinende Liebe in Szene. Warum unmöglich? Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache — jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft. Das junge Paar zeigt, wie Nähe dort entstehen kann, wo andere nur Grenzen sehen. Der Film macht spürbar, dass Liebe nicht allein in Worten oder Blicken wohnt, sondern in dem Versuch, sich dem anderen immer wieder neu zuzuwenden. So beschreibt es die Website des Films, so haben es auch einige Mitglieder der SHG und des CIV empfunden — von „witzig“ bis „berührend“ und „spannend“ oder einfach „der Film war toll“.
Die Hauptrollen sind mit Cindy Klink und David Knors besetzt, die auch im wirklichen Leben gehörlos bzw. blind sind. Die Schauspieler zeigen die emotionalen Hochs und Tiefs ihrer Filmfiguren erfrischend authentisch und frei von Klischees.
In den Planken-Lichtspielen gibt es am 10. April um 18 Uhr eine weitere Vorstellung. In Heidelberg ist der Film im Gloria & Gloriette am 7. April um 19 Uhr und am 8. April um 16 Uhr zu sehen (für genaue Infos siehe die Websites der Kinobetreiber). Weitere Informationen zu Vorstellungen sowie ein Trailer zum Film können unter folgendem Link abgerufen werden: Als-wäre-es-leicht.de. Der Verleih wirbt damit, dass der Film barrierefrei mit Untertitelung für Gehörlose und Audiodeskription über die Greta-App gezeigt wird.

Schlappohren im Kino (Foto: CIV Hessische Bergstraße)
(Quellen: Als-wäre-es-leicht.de, Planken Lichtspiele)
