Derzeit nur virtuelle SHG-Treffen

Das Heidelberger Selbsthilfebüro empfiehlt aufgrund der Infektionslage und der Ausbreitung der sehr ansteckenden Mutation des Coronavirus, dass Selbsthilfegruppen eher virtuelle Treffen abhalten.

Zur Information hat das Selbsthilfebüro den Link zur Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg beigefügt:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/
 
Das Selbsthilfebüro Heidelberg schreibt:

„Aus der Übersicht der geschlossenen und offenen Einrichtungen oder Aktivitäten zum Lockdown zum 11.01.2021  https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/210108_Januar_2021_offen_geschlossen.pdf entnehmen wir, dass
 
„Selbsthilfegruppen geschlossen oder nicht möglich sind, allerdings in Ausnahmefällen erlaubt, wenn zwingend erforderlich und unaufschiebbar“
 
Selbsthilfegruppen zählen zur Sozialen Fürsorge und diese ist hier nochmals erwähnt, auf Seite 2 rechts:
https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/210108_Auf_einen_Blick_Lockdown_Januar_DE.PDF

Die Schlappohren Heidelberg werden daher in der nächsten Zeit keine persönlichen Treffen abhalten. Virtuelle Treffen haben wir bereits durchgeführt und planen weitere. Interessierte werden gebeten, die SHG per E-Mail unter shg@schlappohren-hd.de zu kontaktieren.

2020 – Ein seltsames Jahr geht zu Ende

So wenige Treffen wie dieses Jahr haben wir wohl noch nie gehabt.  

  • Im April und Mai fielen unsere Treffen wegen Corona aus.
  • Im Juni hatten wir unser erstes visuelles Treffen per Skype.
  • Im Juli, August und September haben wir uns draußen in der Bahnstadt getroffen.
  • Ende September trafen wir uns im Seniorenzentrum HD-Altstadt.

Danach fielen unsere Treffen wieder wegen Corona aus. Nicht einmal unsere Weihnachtsfeier konnten wir machen. Statt dessen hatten wir wieder ein lustiges, visuelles Treffen per Skype am 15.12. zum Abschluss dieses seltsamen Jahres.  

Hoffentlich können wir unser ausgefallenes Sommer-Ausflug nach Bad Dürkheim und das Seminar zum Thema „Audio und was dazu gehört“ im nächsten Jahr nachholen.  

🙂 Immerhin waren wir im Februar im Luisenpark bei den Winterlichtern.

Ab dem Sommer befassten wir uns mit der wichtigen Frage, wer die Nachfolge der SHG-Leitung übernehmen könnte und in welchen Räumlichkeiten wir uns künftig unter Einhaltung der Hygieneregeln treffen können. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich ab, dass es ab 2021 ein Leitungsteam geben wird. Somit verteilt sich die Last der Aufgaben auf mehrere Schultern und ist für jede/n einzelne/n sicher leichter zu stemmen.  Die Raumfrage ist hingegen noch nicht gelöst, da wir uns nicht mehr im Seniorenzentrum treffen können.

Die SHG wünscht schöne und entspannte Weihnachtstage. Versucht die Zeit so gut es für euch geht zu gestalten und das Beste aus dieser besonderen Situation zu machen. Habt einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021, indem wir uns hoffentlich bald wieder wie gewohnt sehen können. Herzliche Grüße und bleibt gesund.

„Ich hör‘ wohl nicht richtig“ – Broschüre von REHADAT

Wie können Menschen mit einer Hörbehinderung möglichst gut am Berufsleben teilhaben? Das ist das Thema in der neuesten REHADAT-Broschüre mit dem Titel „Ich hör‘ wohl nicht richtig?!“. Die Veröffentlichung will helfen, Hörbeeinträchtigungen besser zu verstehen, und beschreibt Hilfsmittel und Möglichkeiten zur Gestaltung der Arbeit.

Hochrechnungen zufolge gibt es in Deutschland acht Millionen erwachsene Menschen mit einer so gravierenden Hörbeeinträchtigung, dass eine Hörhilfe oder medizinische Behandlung notwendig ist. Eine REHADAT-Befragung von Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit ergab, dass drei Viertel von ihnen herausfordernde Hörsituationen im beruflichen Alltag erleben. Gut die Hälfte fühlt sich nicht ausreichend zum Thema „Hörbeeinträchtigung und Beruf“ informiert. Immerhin kritisierte nur ein Viertel der Befragten eine wenig unterstützende Unternehmenskultur.

Die Ergebnisse sind in die neueste REHADAT-Wissensreihe eingeflossen. Die Broschüre beschreibt kommunikationsfördernde, organisatorische und technische Lösungsansätze, um Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse von Beschäftigten mit Hörbehinderung anzupassen.

Darüber hinaus erhalten Interessierte grundlegende Informationen über das Thema Hörbehinderung und deren Auswirkungen auf das Arbeitsleben, z. B. Informationen über die Arten von Schwerhörigkeit, Hörhilfen, Kommunikationsformen, den Grad der Behinderung, Arbeitsschutz und Barrierefreiheit. Ergänzt werden die Informationen durch drei Interviews aus dem beruflichen Alltag.

Die Broschüre schließt mit weiterführenden Hinweisen auf REHADAT (u. a. auf Praxisbeispiele, Hilfsmittel, Ansprechstellen, Urteile, Literaturhinweise) und externe Quellen.

Die REHADAT-Wissensreihe wendet sich an Unternehmen, betroffene Beschäftigte sowie alle Fachleute, die an der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder Erkrankung beteiligt sind.

In der neuesten Ausgabe der REHADAT-Wissensreihe ist die Broschüre „Ich hör‘ wohl nicht richtig sowie die Ergebnisse der Umfrage: www.rehadat.de/presse-service/publikationen.

Absage: Kein Treffen im November

Aufgrund der neuen Corona-Regeln, die ab 2. November bis Ende November gelten, müssen wir leider unser Schlappohren-Treffen am Dienstag, 3. November 2020 absagen.   Wir wünschen allen ein gutes Durchhalten in dieser harten Zeit – und bleibt gesund.

Neue Räumlichkeiten und Uhrzeit für die Treffen der SHG

Die Selbsthilfegruppe für Schwerhörige und Ertaubte Heidelberg hat neue Räumlichkeiten für ihre monatlichen Treffen gefunden. Falls die Corona-Lage es erlaubt, wird sich die Gruppe ab November 2020 in den Räumen des Seniorenzentrums Heidelberg-Altstadt treffen. Um Anmeldung wird gebeten. Die neue Adresse lautet:

Seniorenzentrum Heidelberg-Altstadt
Diakonisches Werk Heidelberg
Marstallstraße 13
69117 Heidelberg

Das Seniorenzentrum ist erreichbar mit den Buslinien 31, 32 und 35 bis Haltestelle Marstallstrasse; Parkmöglichkeiten gibt es bspw. im Parkhaus „Unibibliothek“ (ca. 150 bis 200 m) oder Parkhaus P8 „Kongresshaus“ (ca. 500 – 700 m).

Uhrzeit: Der Termin wird regulär immer am ersten Dienstag im Monat durchgeführt, geändert hat sich aber die Uhrzeit: Die Treffen beginnen um 18:30 Uhr und enden um 20:30 Uhr. Das nächste Treffen wäre daher am 3. November 2020 ab 18:30 Uhr.

Anmeldung: Da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl für den Raum zulässig ist, ist für das Treffen am 03.11.2020 eine Anmeldung bis zum  Sonntag, 25.10.2020 unter schlappohr-hd@web.de erforderlich. Nur Personen, die eine Bestätigung erhalten, können an dem Treffen teilnehmen.

Corona und Hygienekonzept

Am Eingang des Raums liegt eine Anwesenheitsliste aus, in die sich jede/r eintragen muss. Außerdem muss man sich einmalig in eine Teilnehmerliste eintragen und eine Bestätigung unterschreiben, dass man Covid-19-frei ist . Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Desinfizieren der Hände ist Pflicht. Während unserer Gruppenrunde ist eine Gesichtschutzmaske für Mund-Nasen-Schutz zu tragen, die von der Gruppe gestellt wird und jedesmal mitzubringen ist. Unsere Induktionsanlage mit Mikrofon wird nicht benutzt, dafür kann jeder seine eigene Anlage mitbringen, Geräte die man koppeln kann, werden miteinander verbunden (z.B. von Phonak).

Aufgrund der dynamischen Corona-Situation gibt es keine Garantie, dass das Treffen stattfindet. Wir beobachten derzeit erhöhte Inzidenzwerte in Heidelberg und der Region. Daher kann es sein, dass sich die Rahmenbedingungen für das Treffen am 3.11. noch verändern. Falls das Treffen nicht stattfinden kann, werden wir dies hier ankündigen sowie auch die angemeldeten Teilnehmenden darüber informieren.

Nachtrag vom 30.10.2020: Leider hat es sich bewahrheitet und wir müssen das Treffen am 3.11. leider doch absagen. Vielleicht kommt im Dezember wieder ein Treffen zustande.

Wochenkurs im November 2020: „Kommunikationsprobleme bei Schwerhörigkeit am Arbeitsplatz – wie Inklusion umgesetzt werden kann“

Bei der Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige findet vom 9. bis 13. November 2020 ein Seminar statt, das sich mit der unsichtbaren Hürde in der Kommunikation zwischen Menschen mit Hörverlust und ihrer hörenden Gesprächspartner befasst: Häufig wissen beide Seiten relativ wenig über die nachteiligen Auswirkungen der Schwerhörigkeit.

Das Seminar mit dem Referenten Jochen Müller möchte lösungsorientierte Handlungsstrategien vermitteln. Es richtet sich an Arbeitnehmende mit einer Höreinschränkung, die lautsprachlich kommunizieren. In einem angeleiteten Lernprozess sollen die Betroffenen praxisorientiert im Wechsel von Präsentation, Arbeitsgruppen und Diskussionen zu einem akzeptierenden, selbstbewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem Hörverlust angeleitet werden.

Themenüberblick

  • Der Umgang mit dem eigenen Hörverlust: Hör-, Versteck- und Kommunikationstaktik
  • Stressmanagement: Hilfe zur Selbsthilfe
  • Arbeitsplatzanalyse und Erarbeitung von individuellen Bewältigungsstrategien
  • Möglichkeiten der externen Hilfestellung und individuellen Unterstützung

An dem Präsenzseminar können höchstens 8 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist bis 26. Oktober 2020 möglich.

Weitere Informationen siehe auf der Veranstaltungsseite unter https://www.glsh-stiftung.de/portfolio-item/wochenkurs/

(Quelle: Jochen Müller und Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige)

Noch keine regulären SHG-Treffen

Auch im September ist wie schon in den Monaten zuvor noch kein SHG-Treffen geplant. Es fehlen uns noch geeignete Räumlichkeiten, in denen wir ein Hygienkonzept und ausreichend Abstand umsetzen können.

Solange es die Witterung noch einigermaßen erlaubt, sind Treffen im Freien möglich.

Kommunikationsprobleme für hörbehinderte Menschen bei Maskenpflicht

„Bei Behördengängen muss man auf Verständnis und Hilfsbereitschaft der anderen Menschen hoffen, beziehungsweise ist darauf angewiesen“ und „Im ÖPNV bekommt man halt noch weniger mit, wenn man angesprochen wird“: In der Rhein-Neckar-Zeitung hat Nicole Braun, Sprecherin der SHG Schwerhörige und Ertaubte Heidelberg („Schlappohren“) Auskunft gegeben über die Schwierigkeiten in der Kommunikation, wenn das Gegenüber eine Gesichtsmaske trägt und man dadurch nicht vom Mund absehen kann. Die RNZ hat zu diesem Thema neben Nicole Braun auch einen Vertreter des Gehörlosenvereins Alt-Heidelberg und den Vater eines im Kindesalter ertaubten Sohnes befragt.

Hörbehinderte Menschen seien in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern zwar von der Maskenpflicht ausgenommen. Wichtig sei aber auch, dass z. B. Verkäufer oder Ärzte ebenfalls zeitweilig und ohne sich strafbar zu machen, ihre Maske abnehmen können, damit das Mundbild sichtbar wird. Als ideal wird das Tragen eines Visiers bezeichnet, das bereits in einigen Lebensmittelläden zu sehen sei.

Zum vollständigen Bericht in der RNZ vom 15. Mai 2020