Vortrag in Schriesheim für schwerhörige Menschen

Audiologe Markus Landwehr sprach kürzlich  im Begegnungszentrum „mittendrin“ in Schriesheim über Schwerhörigkeit und ihre Folgen. Der selbstbetroffene Referent führte die Zusammenhänge aus zwischen Hörverlust und Kommunikationsproblemen und Hörstress. Den rund 30 interessierten Gästen riet er, das Nicht-Verstehen offen anzusprechen und Gesprächspartnern Hinweise zu geben, was beim Verstehen hilft. Die eigene Hörschädigung zu akzeptieren sei ein längerer Prozess, der Mut erfordere.

Den Vortrag hatte Inklusionslotsin Idil Reineke, AWO Rhein-Neckar, organisiert.

Näheres siehe im Bericht in der RNZ vom 10.04.2018:  Bei Schwerhörigkeit ist Mut gefragt

Vortrag „Ich will besser hören, um zu verstehen“

Dr. Ulla Schultens-Kaltheuner hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Ich bin schwerhörig  und das ist auch gut so!“ Geboren 1959 in Köln, lebt und arbeitet Sie heute als niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin in Leverkusen. Seit 1997 ist sie beidseitig Hörgeräteträgerin auf Grund einer fortschreitenden Innenohrschwerhörigkeit. Die Veranstaltung der AWO Rhein-Neckar steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hansjörg Höfer und wird von der Aktion MENSCH und der AOK Baden-Württemberg gefördert sowie von der SHG Schwerhörige und Ertaubte Heidelberg unterstützt.

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete über die Veranstaltung vom 12. Mai 2017 in der Mehrzweckhalle Schriesheim in einem Artikel: „Vortrag zu Schwerhörigkeit war nicht leicht zu verstehen

Dokufilm „Unerhört?!“ porträtiert schwerhörige Menschen

Die SHG Schwerhörige und Ertaute zeigte Anfang April 2017 gemeinsam mit dem Medienforum Heidelberg e. V. den Film als Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Unterschiede“ im Heidelberger Karlstorkino. Der Film wurde mit Untertiteln gezeigt, eine Schriftdolmetscherin begleitet das anschließende Gespräch mit Mitgliedern der SHG. Der Eintritt war frei.

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Lächeln ist ein guter Anfang: Körpersprache und Kommunikation

Workshop-Bericht / 2016

Kommunikation lebt nicht nur von Worten. Körpersprache, Mimik, Gestik gehören zu unseren zwischenmenschlichen Begegnungen. Doch was heißt es, wenn ein Mensch die Augenbraue hochzieht oder die Nase rümpft oder den Kopf hängen lässt? In einem Seminar Anfang November 2016 mit dem Pantomimen JOMI konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Selbsthilfegruppe Schwerhörige und Ertaubte Heidelberg, kurz die „Schlappohren“, bewusst mit der Sprache des Körpers auseinandersetzen und Impulse für ihre Beobachtungsgabe mitnehmen. Das halbtägige Seminar wurde von der AOK Rhein-Neckar-Odenwald gefördert.

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Höhere Festbeträge für Hörgeräte

12/2013

Am 01.11.2013 sind neue Festbeträge für Hörgeräte in Kraft getreten. Für schwerhörige Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen, mit Ausnahme der an Taubheit grenzenden Versicherten, wurde ein Festbetrag in Höhe von 733,59 Euro festgesetzt, das entspricht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Mehrwertsteuer 784,94 Euro. Bei beidohriger Versorgung gilt für das zweite Hörgerät ein Abschlag von 146,72 Euro.

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Hörgeräte

Hörgerätegrafik
Hörgerät oder Minicomputer?

Für jeden Menschen ist es ein großer Schritt, sich über den eigenen Hörverlust klar zu werden. Erst dann kann es darum gehen, das geeignete Hörgerät zu finden, und damit die Auswirkungen der Schwerhörigkeit zu mildern. Hier haben wir unsere Tipps zur Hörgeräteversorgung zusammengefasst. „Hörgeräte“ weiterlesen

Workshop Hör- und Kommunikationstaktik

Veranstaltungsbericht / März 2015

Welche Hör-Situationen bereiten schwerhörigen Menschen Stress und führen zu Hör-Stress? Und was kann zur Lösung der Probleme führen? Welche Taktiken unterstützen die Kommunikation mit guthörenden Menschen? Auf diese und ähnliche Fragen suchte die SHG in einem Workshop zur „Hör- und Kommunikationstaktik“ Antworten. Der Workshop fand am Wochenende 28./29. März 2015 im Heidelberger Heinz-Micol-Zentrum statt und wurde von der IKK Classic im Wege der Projektförderung unterstützt. Referentin Erika Classen führte die neun Teilnehmer durch das Thema.

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Untertitel – UT

Wer nicht hören kann, soll zumindest mitlesen können, worum es geht. Untertitel (UT) sind für Gehörlose, Schwerhörige und Nicht-Muttersprachler eine gute Ergänzung, um dem Inhalt einer deutschen TV-Sendung zu folgen.

Oft gibt es dazu Einwände wie:

  • man kann nicht so schnell lesen
  • es ist zu schwierig mit den Augen vom Bild zum Untertiteltext zu schauen.

Das ist vor allem am Anfang so. Aber wer es immer wieder ausprobiert, stellt mit der Zeit fest, dass es immer besser klappt. Immer schneller wird der Inhalt der UT erfasst.

Der Text von Untertiteln entspricht dabei nicht immer ganz genau dem, was gesagt wird. Das hängt damit zusammen, das unterschiedliche Methoden bei der Erstellung von Untertiteln um Einsatz kommen und die Texte teilweise redaktionell gekürzt oder vereinfacht werden.

Nachrichten, Filme, Talkshows mit Untertiteln

Das Angebot an untertitelten Sendungen ist inzwischen vor allem bei öffentlich-rechtlichen Sendern aber auch bei den Privatsendern gewachsen. In den Programmzeitschriften ist das Angebot meistens noch mit dem älteren durchgestrichenen Ohr teilweise aber auch schon mit UT gekennzeichnet. Leider kann es dabei auch mal Fehler geben oder die (digitale) Untertitelung ist nur mit speziellen Receivern zu empfangen.

Für die Untertitel klickt man auf der Fernbedienung die entsprechende Taste für Videotext an und wählt eine  Seitenzahl aus.

  • Seite 150 für Das Erste und die „Dritten“ Programme (HR, BR, SWR, WDR, NDR… die öffentlich-rechtlichen Programme der Landesrundfunktanstalten) sowie KIKA.
  • Seite 777 für das ZDF und 3Sat sowie SF1, SF2, ORF.
  • Seite 149 für die Privatsender Pro7 und Kabel1.

Neuere TV-Geräte und Kabel/Sat-Receiver ermöglichen auch die Auswahl von UT über eine Menüsteuerung.

DVDs mit Untertiteln

DVDs sind eine praktische Alternative zum Fernsehprogramm: Gute DVDs bieten gleich mehrere Sprachen und Untertitelversionen an. In manchen Stadtbüchereien kann man DVDs ausleihen. Bei billigen DVDs kann es allerdings sein, dass diese keine Untertitel haben, also vor dem Kauf genau auf das Angebot achten.

Sendungen mit Gebärdensprache

Teilweise werden bestimmte Sendungen wie z.B. die ARD-Nachrichten auf Phönix mit Gebärdensprachübersetzung angeboten.

Sehen statt Hören“ ist ein Wochenmagazin des Bayrischen Fernsehens, nach deren Aussage „die einzige Sendereihe in der deutschen Fernsehlandschaft, die im Bild sichtbar macht, was man sonst nur im Ton hört!“.  Die Sendungen sind auch in der Mediathek des Senders abrufbar.

Inklusionsprojekt TV für Alle

Unter „TV für Alle“  https://tvfueralle.de/ gibt es jetzt auch eine Senderübersicht mit barrierefreien TV-Angeboten. Interessierte können dabei nach passenden Sendungen für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen filtern.

Untertitel-Apps

Für Smartphones gibt es inzwischen verschiedene Angebote mit Untertitel-Apps. Dabei werden die Untertitel-Texte vor Beginn der Ausstrahlung einer Sendung im TV oder im Kino auf das Handy geladen und während des Films parallel auf dem Gerät betrachtet.